2015 Mitteilungsblatt

Küssaberg aktuell Freitag, 16.01.2015

Vorsorge
Haben Sie schon alles geregelt?

„Vorsorge heißt, selbst zu entscheiden!“
Viele Menschen sind im letzten Abschnitt ihres Lebens nicht nur auf die Hilfe anderer
angewiesen, sondern auch oftmals nicht mehr in der Lage, teilweise oder
ganz ihre rechtlichen Angelegenheiten zu regeln. Gleiches trift auch auf jüngere
erwachsene Menschen zu, die wegen körperlicher, geistiger, seelischer oder
psychischer Erkrankung Hilfe bei der Abwicklung der Rechtsangelegenheiten benötigen.
Ein wichtiges Thema auch für jüngere Menschen !

 

1. Vorsorgevollmacht
Was ist das?
Durch eine Vorsorgevollmacht kann möglicherweise die rechtliche, durch Gerichtsbeschluss bestellte Betreuung vermieden werden. Damit benennt man eine Vertrauensperson, die im Ernstfall alles Notwendige
für einen entscheiden darf. Man kann die Vollmacht auch nur für Teilbereiche
ersteilen, etwa Gesundheit, Post oder Finanzen.
Wer braucht sie?
Jeder, der eine solche Vertrauensperson hat, unabhängig vom Alter. Für Jugendliche
bis zum 18. Lebensjahr besitzen die Eltern die gesetzliche Vollmacht.
Und wenn nichts geregelt ist?
Dann setzt das Gericht einen Betreuer ein. Bis dahin darf niemand etwas entscheiden,
und die Ärzte müssen alles tun, um einen am Leben zu erhalten.
Wer berät?
Notar / Rechtsanwalt, Sozialverbände, Unabhängige Patientenberatung, Seniorenberatungsstellen, Betreuungsvereine.
Mehr Informationen und fertige formularmäßig formulierte Vordrucke (z.B. in
einer Vorsorgemappe) erhalten Sie:
  • Bürgerservice der Gemeinde Küssaberg
  • Sozialverband VdK
  • SKM Waldshut
  • Amtsgerichte/Betreuungsgerichte Waldshut
  • Landratsamt Waldshut
  • Bundesjustizministerium

2. Betreuungsverfügung
Was ist das?
Sie legt fest, wen das Gericht zum Betreuer bestellen soll. Dieser darf für einen entscheiden. Im Unterschied zu der à Vorsorgevollmacht wird der Betreuer durch das
Gericht kontrolliert.
Wer braucht sie?
Für alle, die keine à Vorsorgevollmacht ausstellen können oder wollen, etwa weil
die Familie zerstritten ist, oder die Kinder weit entfernt wohnen. Auch wenn man
Angst vor Missbrauch hat und deshalb will, dass die Entscheidungen vom Gericht
kontrolliert werden. Wer schon eine –> Vorsorgevollmacht hat, braucht keine
zusätzliche Betreuungsverfügung.
Und wenn nichts geregelt ist?
Dann bestellt das Gericht nach eigenem Ermessen einen Betreuer. Das kann auch
die ungeliebte Schwester oder ein Wildfremder sein, die dann entscheiden dürfen.
Wer berät?
     Siehe Vorsorgevollmacht
Mehr Informationen:
     Siehe à Vorsorgevollmacht

3. Patientenverfügung
Was ist das?
Sie erteilt Anweisungen für die medizinische Behandlung, wenn man es selbst
nicht mehr vermag. Man kann auch nur einzelne Punkte wie Hirnschäden regeln.
Tipp: Bei Vorerkrankungen über persönliche Risiken beraten lassen und die Verfügung
entsprechend anpassen.

Wer braucht sie?
Jeder, der selbst über seine medizinische Behandlung bestimmen will. Soll nur eine
Person festlegen, die im Ernstfall entscheiden soll, reicht die à Vorsorgevollmacht
bzw. die à Betreuungsverfügung.

Und wenn nichts geregelt ist?
Dann versuchen die Ärzte, den Willen des Patienten zu ermitteln. Gibt es einen Betreuer
oder einen Bevollmächtigten, entscheidet er nach den vermuteten Willen des Patienten, ansonsten nach seinem ermessen.

Wer berät?
Siehe à Vorsorgevollmacht. Bei individuellen Fragen berät auch der Hausarzt.
Mehr Informationen:
Siehe Vorsorgevollmacht

 

  • PRO-SEN Seniorenrat Küssaberg
  • AG2: Öfentlichkeitsarbeit

Ulrich Breyer Tel.Nr.: 07741 63503 oder
Hans Eckert Tel.Nr.: 07741 5917 oder
Udo Barabas Tel.Nr.: 07741 63905

Homepage: www.pro-sen.de
Mail: info@pro-sen.de
Seniorenrat PRO-SEN Küssaberg

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